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Sonntag, 17. Mai 2009

Forum Rhein-Zeitung - Frage zum Mindestlohn

Aus dem Leserforum der Rhein Zeitung:
Frage: Als Gewerkschafterin fordern Sie Mindestlöhne in Europa. Wie soll das denn machbar sein?

Meine Antwort:
Im Idealfall wird der Verdienst durch die Sozialpartner in einem Tarifvertrag vereinbart. Wo dies nicht geht, soll der Mindestlohn eine gesetzliche Untergrenze sein. Mindestlöhne gibt es bereits in den meisten Ländern Europas. Sie stabilisieren das Einkommen von Geringverdienern und schützen Betriebe vor Sozialdumping. Negative Auswirkungen auf die Beschäftigung lassen sich in diesen Ländern nicht beobachten. Die SPD weiß, dass ein einheitlicher Mindestlohn in ganz Europa keinen Sinn macht. Vielmehr muss sich der Mindestlohn jedes einzelnen Landes an den bestehenden Lebenshaltungskosten orientieren. Deshalb wollen wir Mindestlöhne in ganz Europa – auch in Deutschland.

Freitag, 8. Mai 2009

Frauen fordern den Mindestlohn

Frauen stärken - Diskussionsrunde bei JobKom in Landau
Frauen mit diversen Vermittlungshemmnissen werden seither durch dieses Projekt gefördert. Dies bedeutet, dass Frauen in schwierigen sozialen Lebenslagen, Frauen mit psychischen Belastungen und Gewalterfahrungen, Frauen mit einer Suchtproblematik, Frauen mit niedriger Schulbildung und mangelnden Deutschkenntnissen in ihrer beruflichen und sozialen Integration gefördert werden. Durch das vielseitige Qualifizierungsprogramm von JobKOM gewinnen die Teilnehmerinnen notwendige Schlüsselkompetenzen zurück, entwickeln neue Lebensperspektiven, erfahren Solidarität und stärken ihr Selbstbewusstsein. Neben der beruflichen Integration hat das Projekt auch einen ausgeprägten sozialtherapeutischen Charakter.

Die Frauen haben mich gebeten, im Kampf um den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland weiter zu machen. Sie schilderten ihre Lebens- und Arbeitsbedinungen als Frauen ohne oder mit wenig Qualifikation, befristete Arbeitsverhältnisse ohne anständige Bezahlung und der daraus resultirende Lebensfrust. Ich rate allen Mindestlohnverhinderern mal hinzugehen, zuzuhören und nachzudenken....