Donnerstag, 22. April 2010

Jutta STEINRUCK: „Die Kommission muss konkrete Ziele vorlegen“

"Wir brauchen jetzt effektive politische Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Europa", forderte die SPD-Europaabgeordneten Jutta STEINRUCK in dieser Woche bei der Fragestunde des Europäischen Parlamentes von Kommissionspräsident José Barroso.

"Die Schließung des Opel-Werkes in Antwerpen zeigt deutlich, dass wir hier in Europa Nachholbedarf haben. Ich unterstütze deswegen nachdrücklich die Forderungen vom Aktionstag der europäischen Metallarbeiter sowie der Bergbau-, Chemie- und Energiearbeiter zur Zukunftssicherung des Industriestandorts Europa", betonte die rheinland-pfälzische SPD-Europaabgeordnete. Heute finden in mehreren europäischen Städten Demonstrationen statt, u. a. auch bei Thyssen Krupp in Duisburg, die sich gegen steigende Rohstoffpreise richten, ausgelöst durch Spekulationen auf den unregulierten Finanzmärkten.

"Es kann nicht sein, dass es schon wieder Spekulanten sind, die mit Phantasieprodukten reale Wirtschaft und reale Arbeitsplätze gefährden", so STEINRUCK. Die Kommission müsse eine aktivere Rolle spielen, um Arbeitsplätze in strategisch wichtigen Industriesektoren besser zu schützen und Spekulationen zu verhindern.

„Das gegenwärtige Arbeitsprogramm der europäischen Kommission und die Ziele der Strategie Europa 2020 sind nicht konkret genug. Die Leute brauchen jetzt Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit. Die Wirtschafts- und Finanzkrise sitzt den Leuten im Nacken und deshalb brauchen wir die Lösungen heute und nicht erst in fünf Jahren. Dazu gehören verbindliche Spielregeln auf den Finanzmärkten genauso wie konkrete Ziele zur Beschäftigungssicherung auf den Arbeitsmärkten der Europäischen Union", so die Sozial- und Beschäftigungsexpertin.

Die S&D- Fraktion wird das Anliegen der Metallgewerkschaften in den nächsten Wochen weiter verfolgen und Unterstützung aus vielen Richtungen suchen, um eine entsprechende europäische Lösung auf den Weg zu bringen.

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