Donnerstag, 1. Dezember 2011

Forschung und Entwicklung Schlüssel der europäischen Wettbewerbsfähigkeit


Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihren Vorschlag für das Forschungsrahmenprogramm für die Periode 2014-2020 vorgestellt. Das Programm nennt sich HORINZON 2020 und ist mit 80 Milliarden Euro ausgestattet. Das Ziel dieses Programm ist die Forschung und die Innovation zu fördern und damit Europa für internationalen Wettbewerb fit zu machen.


Es freut mich, dass die Kommission als erstes strategisches Ziel europäischer Forschungsförderung das Exzellenzprinzip in ihrem Vorschlag verankert. Grundlagenforschung ist die Basis für zukünftige innovative Ideen, aus deren Umsetzung in konkrete Produkte wir langfristig wirtschaftlichen Nutzen ziehen werden. Auch die Stärkung des Europäischen Forschungsrats (ECR) als Erfolgsmodell zur Bindung von Spitzenforschern in Europa ist eine wichtige Maßnahme, dem ‚Brain drain‘ in Drittstaaten entgegenzuwirken.


Mit ihrem klaren Bekenntnis zur industrieorientierten Ausrichtung europäischer Forschungspolitik setzt die Kommission den richtigen Akzent. Zentral wird sein, die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten und in jedem Bereich die Innovation voranzutreiben.


Der Forschungsausschuss im Europäischen Parlament hatte sich für den Einsatz von Strukturfondsgeldern zur Förderung von Forschungsinfrastruktur ausgesprochen. Das heißt:  Exzellenzzentren aufzubauen und Spitzenforscher anzusiedeln.


Wir werden uns in der Debatte um HORIZON 2020 dafür stark machen, dass wir den Spagat zwischen Exzellenzförderung einerseits und einer möglichst starken Beteiligung von Regionen mit Nachholbedarf bei der Infrastruktur durch die Einbindung von Strukturfondsgeldern andererseits möglichst zügig meistern.


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