Freitag, 21. Oktober 2011

Gespräch mit der EVG zum „Grünbuch Rente“ der Europäischen Kommission


Rente ist ein Thema, welches große Bedeutung hat. Deswegen habe ich mich gestern mit Regina Rusch-Ziemba, stellvertretende EVG-Vorsitzende, und zahlreichen interessierten Mitgliedern, um über die Vorstellungen der EU Kommission („Grünbuch Rente“) zu diskutieren.


Manchen Vorstellungen der Europäischen Kommission kann ich nicht zustimmen. So zum Beispiel dem Vorhaben, dass vermehrt auf private Zusatzversicherungen gesetzt werden soll anstatt das solidarische Rentensystem zu stärken. Dies sieht die EVG genauso. Zusammen stehen wir für eine solidarische Rente. Denn was passieren kann, wenn man in Rentenfonds investiert oder wenn mit Geldern der EinzahlerInnen spekuliert wird, hat man in jüngster Vergangenheit sehen können. Verluste treffen besonders die Bürgerinnen und Bürger.

 

Einig waren wir uns auch darüber, dass es innerhalb der Europäischen Union kein einheitliches Rentenalter und auch keine einheitliche Mindestrente geben darf, da bei der Festsetzung so viele unterschiedliche Punkte eine Rolle spielen, dass diese Entscheidung bei den Ländern selbst besser aufgehoben sind. Wir hoffen, dass die betriebliche Altersvorsorge, die es so nur in Deutschland gibt, nicht den Regulierungen der EU zum Opfer fällt.

 

Dennoch ist die Alterssicherung ein zentrales Thema im vereinten Europa. So ist zum Beispiel zu klären, wie die Rente eines Beschäftigten berechnet wird, der in europäischen Nachbarländern tätig war.

 

Sobald das Weißbuch der Europäischen Kommission vorliegt, will die EVG den Dialog zu diesem Thema fortsetzen. Rente, Pensionen und Altersvorsorge sind Themen, mit denen sich sowohl die EVG als Gewerkschaft, als auch ich mich intensiv auseinander setzte.„ 


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