Dienstag, 4. Oktober 2011

Werkwoche des Ludwig-Windthorst-Arbeitskreises


Der Arabische Frühling und die Rolle der EU


Am Samstag war ich auf der Werkwoche des Ludwig-Windthorst-Arbeitskreises in Lingen. In diesem Kreis finden sich junge, politisch interessierte Leute zusammen, um sich über aktuelle gesellschaftlich relevante Themen zu informieren. Dabei steht im Mittelpunkt immer das gewählte Jahresthema, das in diesem Jahr „Der arabische Frühling“ lautet. Dazu diskutierte ich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei herrlichem Wetter zunächst draußen über die Rolle der EU während der Revolution in den nordarabischen Ländern. Leider ist es der EU nicht gelungen von Anfang an eine Linie zu fahren und mit einer Stimme zu sprechen, da nationalstaatliche Interessen in den Vordergrund drängten. Darüber hinaus folgte die EU in der Vergangenheit auch eher dem Prinzip „Stabilität vor Demokratie“ und kooperierte mit den Diktatoren in Ägypten, Libyen und anderen Ländern. Es gilt nun – nach den Ereignissen in der arabischen Welt – sich der Verantwortung bewusst zu werden, die die EU in der internationalen Gemeinschaft hat. Unsere  Entschlossenheit wird mit darüber entscheiden, ob es gelingt, die Chancen des Aufbruches zu nutzen oder ob enttäuschte Hoffnungen von Millionen junger Menschen in Extremismus, Instabilität und massenhafte Fluchte umschlagen. Es ist wichtig, dass sich alle 27 Länder der EU auf eine Linie verständigen und nicht nationalstaatliche Interessen verfolgen.


 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen